…und nichts wird sich ändern.
(deep7)
Es ist für mich nichts Unangenehmes wie für viele andere. U-Bahnfahrten sind mein Ort der Entspannung, meine Oase der Tagträumerei. Umringt von Menschen von jung bis alt konzentriere ich mich auf meine Sinne, spüre das sanfte Aufeinanderprallen des Lärms lautstarker Schulkinder aus dem hinteren Abteil mit dem Rosenduft alter Frauen, welche an anderen Tagen ihre wenigen Jahre hin zur Senilität mit gemeinsamen Kaffeefahrten überbrücken, auf denen sie dann miteinander wettschimpfen, wie schlecht alles in der Welt geworden ist und wie wenig Respekt die Jugend doch heute der älteren Generation gegenüberbringe.
In ihrer Engstirnigkeit gefangen streifen ihre Augen nur flüchtig den zusammengekauerten Körper eines alten Manns gleich am Boden der Sitzreihe neben ihnen – dazu dieser Ausdruck des Ekels, des Entsetzt-Seins, als hätte man ihnen in ihren schönen Vorgarten gekackt.
Im Stillen verfluche ich jene geballte Arroganz, mit welcher nur allzu viele Menschen durch die Welt gehen, die Verstehen mit Verurteilen verwechseln, die sich nicht bewusst machen oder machen wollen, dass das eigene Leben nicht Maßstab aller Dinge sein kann.
Das Bewusstsein, das tägliche Erfahren des Mangels an Menschlichkeit, des Zuviels an Selbstbezogenheit in unserem Denken, stimmt mich traurig.
Die letzten drei Stationen vor Zuhause verliert das U in „U-Bahn“ seine Legitimation. Das dunkle Grau des Bahnschachts weicht einem gleichmäßig über den Himmel verteilten, abendlichen Dunkelblau, beschwert von wenigen großen Wolkenschichten. An die Fenster spuckt es winzig kleine Regentropfen.
Es ist der 09.12.2011, 19 Uhr abends, die Sonne längst untergegangen. Vergeblich suche ich den Mond.
Es ist für mich nichts Unangenehmes wie für viele andere. U-Bahnfahrten sind mein Ort der Entspannung, meine Oase der Tagträumerei. Umringt von Menschen von jung bis alt konzentriere ich mich auf meine Sinne, spüre das sanfte Aufeinanderprallen des Lärms lautstarker Schulkinder aus dem hinteren Abteil mit dem Rosenduft alter Frauen, welche an anderen Tagen ihre wenigen Jahre hin zur Senilität mit gemeinsamen Kaffeefahrten überbrücken, auf denen sie dann miteinander wettschimpfen, wie schlecht alles in der Welt geworden ist und wie wenig Respekt die Jugend doch heute der älteren Generation gegenüberbringe.
In ihrer Engstirnigkeit gefangen streifen ihre Augen nur flüchtig den zusammengekauerten Körper eines alten Manns gleich am Boden der Sitzreihe neben ihnen – dazu dieser Ausdruck des Ekels, des Entsetzt-Seins, als hätte man ihnen in ihren schönen Vorgarten gekackt.
Im Stillen verfluche ich jene geballte Arroganz, mit welcher nur allzu viele Menschen durch die Welt gehen, die Verstehen mit Verurteilen verwechseln, die sich nicht bewusst machen oder machen wollen, dass das eigene Leben nicht Maßstab aller Dinge sein kann.
Das Bewusstsein, das tägliche Erfahren des Mangels an Menschlichkeit, des Zuviels an Selbstbezogenheit in unserem Denken, stimmt mich traurig.
Die letzten drei Stationen vor Zuhause verliert das U in „U-Bahn“ seine Legitimation. Das dunkle Grau des Bahnschachts weicht einem gleichmäßig über den Himmel verteilten, abendlichen Dunkelblau, beschwert von wenigen großen Wolkenschichten. An die Fenster spuckt es winzig kleine Regentropfen.
Es ist der 09.12.2011, 19 Uhr abends, die Sonne längst untergegangen. Vergeblich suche ich den Mond.
deep7 - 11. Dez, 19:21
